Auch, wenn das klassische Gestalten (zum Beispiel mit Materialien) durchaus Bestandteil der Gestalttherapie sein kann, so ist es doch nicht der eigentliche Namensgeber dieser Therapieform. Hinter dem Konzept der Gestalttherapie steht die psychologische Theorie von der menschlichen Ganzheit, die hier mit „Gestalt“ bezeichnet wird.
Spüren, was ist….
Unbefriedigte Bedürfnisse, ungelöste Probleme oder verdrängte Erfahrungen stehen einer geschlossenen Ganzheit des Seelenlebens im Wege. Diese abgespaltenen Persönlichkeitsanteile haben oft unbewusst Einfluss auf das aktive Handeln im Alltag: Einige Bedürfnisse werden nicht befriedigt, weil es innere Widerstände gibt, anderen wichtigen Bedürfnissen wird nicht nachgegeben, weil sie nicht einmal bekannt sind. Die Gestalt bleibt also offen.
Im Rahmen der Gestalttherapie lernt der Klient, die inneren Wünsche und gleichzeitig die hemmenden Widerstände zu identifizieren. Dies geschieht im Gespräch mit mir als Therapeutin, aber auch in spielerischen und kreativen Prozessen, bei denen die hilfesuchende Person vom Hier-und-Jetzt-Zustand ausgehend verlorene Wachstumspotentiale neu beleben kann.